Vereine beim Sportschießen

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Im ganzen Land existieren Schützenvereine, welche einem der beiden nationalen Verbände DSB oder BDS angehören. Sie widmen sich den verschiedenen Schießdisziplinen, wobei einige mehr traditionell ausgerichtet sind, während andere auch moderne Disziplinen anbieten. Dies hängt u. a. stark von der vorhandenen Infrastruktur des Vereins ab. Einige besitzen Schießstände mit verschiedenen Distanzen und vielen Schießplätzen, während andere sich mit wenigen Plätzen für eine oder zwei Disziplinen begnügen müssen. Gerade für die modernen Schießarten wie IPSC-Schießen braucht es auch eine geeignete Outdoor-Struktur, welche nicht überall vorhanden ist.

Die Zugehörigkeit zu einem Schützenverein ist wichtig, denn niemand sollte unbeaufsichtigt diesen nicht ungefährlichen Sport ausüben. Außerdem befindet man sich alleine auf illegalem Terrain, da beim Umgang mit der Waffe das Waffengesetz einzuhalten ist. Dieses bildet zusammen mit den Vereinsstatuten die Grundlage und gibt den Schützen das Recht, diesen Sport auf legale Art und Weise auszuüben. Auch andere Gesetze wie das Sprengstoffgesetz, Waffenkontrollgesetz oder auch die Jugendschutzbestimmungen müssen im Schützenverein genau eingehalten werden. Die verschiedenen Vereine sind in Deutschland in Kreisverbänden zusammengefasst, welche einem der zwanzig Landesverbände angehören. Diese wiederum sind Mitglieder des Deutschen Schützenbundes.

Die Geschichte der Schützenvereine geht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Damals waren die meisten Mitglieder Kriegsveteranen, welche im Verein gesellschaftliche, soziale und politische Verantwortung wahrnahmen. Der Ursprung in Bayern hingegen liegt bei den Bauern, welche man im 16. Jahrhundert rekrutierte, um den Angriff der Schweden abzuwehren. Sie wurden in Gruppen formiert, welche als Schützen ihre Heimat verteidigten. Nachdem kein Krieg mehr herrschte und somit die Notwendigkeit der militärischen Übung fehlte, wurde in den Gruppen sportlicher Schießwettbewerb betrieben. Während der NS-Zeit passten sich die Schützenvereine den Regeln der Partei an und unterstützen sie in ihren Belangen. Nach 1945 waren jedoch viele von ihnen antinazistisch eingestellt und nach einer weiteren Krise in den 68er-Jahren entwickelten sich aus den Gruppen die modernen Sportschützenvereine.

Geschrieben von Oliver Schmid

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