Wie baut man einen Bogen?

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Um einen guten Bogen selbst zu bauen, muss man zuallererst den richtigen Baum – beziehungsweise das entsprechende Holz – auswählen, diesen anschließend fällen und das Holz spalten und richtig lagern. Nach der Lagerung kann man das geliebte Stück zuschneiden und tillern. Dabei darf man nicht vergessen, eine Nocke einzuschneiden. Anschließend wird der Bogen noch nachbehandelt und der Griff wird angefertigt.

Will man einen Bogen selbst bauen, so kommen verschiedene Arten von Holz infrage. Die traditionellsten Varianten sind die Eibe und die Osage, weil sie als beste Hölzer für einen Bogen gelten. Mittlerweile ist man allerdings dazu übergegangen, einen Bogen auch aus Birke oder Eiche zu fertigen. Bevor man den Baum fällt, muss man genau wissen, dass er für den Bau von Pfeil und Bogen tatsächlich gut geeignet ist. Immerhin muss ein Bogen sehr vielen Belastungen standhalten, deshalb wäre es undenkbar, sich Holz für einen selbst gebauten Bogen von einem Sägewerk zu holen. Sogenanntes helles Frühholz ist für den Bau eines Bogens nicht zu gebrauchen, was sich an der Zahl der Ringe beobachten lässt. Für einen guten Bogen verwendet man das Spätholz, dass im Unterschied zum Frühholz um einiges dunkler ist. Man sollte es vermeiden, den Baum entweder im Frühling oder im Frühsommer zu fällen, weil dies die ungünstigste Zeit für solch ein Vorhaben ist. Besser geeignet hingegen wäre der Herbst oder der Spätsommer. Entscheidet man sich für den Bogenbau im Winter, muss man nur noch die Rinde abziehen, um einen passenden Bogenrücken zu haben.

Zu aller Anfang gilt es, sich selbst die Frage zu stellen, wie viel Zeit man in den Bau des Bogens investieren möchte. So ist es zum Beispiel möglich, innerhalb von 1 h in schnellem Tempo einen Bogen aus einem 4 cm dicken Ast zu bauen. Möchte man hingegen einen qualitativ hochwertigen Bogen bauen, sollte man sich für ein richtiges Holz entscheiden, das aus einem hochwertigen Stamm kommt. Insgesamt ist wichtig, dass das Holz zumindest 1,7 m lang ist und keine unebenen Stellen wie beispielsweise Äste aufweist.

Geschrieben von Oliver Schmid

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